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Die Fantastischen Neun

Wenn Arbeitssicherheit auf Kreativität trifft

Workshops zur Arbeitssicherheit sehen oft so aus: PowerPoint-Folien, jemand redet von Gefährdungsbeurteilungen. Die Leute schauen auf die Uhr. Nicht so letzte Woche bei MFB in Meppen.

Zehn Mitarbeitende, Moderator Martin Lüken von ArSiK Consulting (Ingenieurbüro für Arbeitssicherheit und Sicherheitskultur) und eine klare Idee: Was passiert, wenn man aus zwölf Monaten Sicherheitsberichten etwas entwickelt, das man sich wirklich merkt? Das Ergebnis: neun Leitlinien unter der Überschrift „Mit Freude bauen – unser Verhalten auf einen Blick".  Mit Sprüchen wie „Ein Nein darf auch mal sein!" gegen falschen Gruppenzwang oder „Riechen, lecken, schmecken – kannst du dran verrecken!" bei Gefahrstoffen. Kein Drumherum, nur das, was zählt und zum Team passt.

„Das war Teamwork"

„Sehr gut sogar. War ein ganz toller Tag", sagt Polier Johannes Reil. „Man fühlte sich mitgenommen, auch von der Gemeinschaft her." Was anders war? „Das Mitreden. Wir konnten unsere Werte und Regeln selbst festlegen. Wir Poliere konnten alles mitgestalten, und jeder brachte seine Idee ein." Keine Regeln von oben, sondern gemeinsam entwickelt. „Jetzt setzen wir das auf der Baustelle um, weil wir alle dabei waren." Am Ende des Tages wusste Reil: „Ich gehöre zur Firma. Man hört uns. Die Regeln gehören zu uns. Man liest sie, versteht sie und setzt sie gemeinsam um." Mehr als Arbeitsschutz: Mitbestimmung, die funktioniert.

MfG war einmal

Die Fantastischen Vier hatten „MfG – Mit freundlichen Grüßen". MFB hat jetzt „Mit Freude Bauen". Die neun Leitlinien haben Rhythmus. Wenn etwas im Ohr bleibt, bleibt es auch im Kopf. So kann ein Workshop funktionieren: wenn am Ende nicht nur Regeln stehen, sondern eine gemeinsame Haltung. Vielleicht wird aus den neun Leitlinien noch ein Firmen-Rap. Die Sprache dafür ist da.

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