Warum Elena Schomaker nach ihrer Ausbildung bei MFB noch einmal neu durchstartet
Umdisponiert: Elena Schomaker hat ihre Ausbildung zur Industriekauffrau bei MFB in zwei statt drei Jahren abgeschlossen und startet jetzt noch einmal ganz neu. Sie zieht nach Emden und studiert Soziale Arbeit. Warum das keine Entscheidung gegen MFB ist, sondern eine für die eigene Zukunft. Und warum ihr Porträt an unserer Mitarbeiterwand trotzdem erst einmal hängen bleibt.
Elena Schomaker hat ihre Ausbildung zur Industriekauffrau bei MFB in zwei statt drei Jahren abgeschlossen. Jetzt zieht sie nach Emden und beginnt ein Studium der Sozialen Arbeit. Eine Entscheidung gegen MFB? Ganz und gar nicht. Es ist eine Entscheidung für den eigenen Weg, bei dem ihr die Ausbildung viele Türen geöffnet hat.
Elena ist 21, kommt aus Tinnen bei Haren und hat ihr Abi am Marianum in Meppen gemacht. Ihr letzter Arbeitstag, zumindest vorerst, fiel ausgerechnet auf den ersten Freitag im Monat und damit auf das gemeinsame Team-Frühstück. „Da habe ich Glück gehabt“, sagt sie. Zeit für ein Gespräch über Anfänge, Transporte, geteilte Schreibtische und den Mut, noch einmal etwas ganz Neues zu wagen.
Elena, wie bist du damals auf MFB gekommen?
Über einen entfernten Bekannten kannte ich den Namen. Dann habe ich auf der Webseite gesehen, dass eine Ausbildungsstelle frei ist, und dachte: Ich bewerbe mich einfach mal. Im Vorstellungsgespräch habe ich mich direkt wohlgefühlt, und dann war die Sache klar.
Du hast die Ausbildung zur Industriekauffrau in zwei Jahren gemacht. Wie lief das ab?
Mit dem Abitur konnte ich um ein Jahr verkürzen. Während der Ausbildung war ich in verschiedenen Abteilungen: Buchhaltung, Sekretariat, Einkauf und Disposition. Ziemlich schnell hat sich herauskristallisiert, wo ich hingehöre: Einkauf, Dispo und Kalkulationsvorbereitung.
Nebenbei bemerkt: Elena hat ihre Abschlussprüfung im mündlichen Prüfungsteil mit 100 Prozent bestanden. Ihr Prüfungsthema war der Beschaffungsprozess von Beton. Der IHK-Prüfer fand, in seinen Worten, „nicht das kleinste Haar in der Suppe".
Was genau hast du da gemacht?
Transporte bestellen, Angebote anfragen, Material bestellen, Ausschreibungen mit vorbereiten. Kalkuliert haben natürlich die Kalkulatoren, aber ich habe zugearbeitet. Und die Post wegbringen und abholen gehörte in der Ausbildung auch dazu.
Also nicht nur Kaffee gekocht und kopiert.
Nein, ich hatte von Anfang an richtige Aufgaben. Am meisten Spaß gemacht hat mir das Telefonieren mit den Firmen, Anfragen schreiben, Dinge organisieren. Buchhaltung habe ich auch kennengelernt, aber mein Herz schlägt einfach fürs Organisieren und den direkten Draht zu den Firmen.
Und die Berufsschule?
Die BBS in Meppen, die gehörte natürlich dazu. Was mich selbst überrascht hat: Ein Arbeitstag von halb acht bis fünf kam mir oft kürzer vor als ein Schultag. Wenn man richtige Aufgaben hat, vergeht die Zeit wie im Flug.
Wie hast du das Team erlebt?
Sehr locker, sehr freundlich. Es ist ein junges Team, alle sind gut drauf, ich habe mich vom ersten Tag an wohlgefühlt. Und das gemeinsame Frühstück am ersten Freitag im Monat ist natürlich der Klassiker.
Ihr sitzt im neuen Firmengebäude an der Haarbrücke, wo sich jeder morgens einen freien Schreibtisch aussucht. Wie war das für dich?
Erstmal eine Umstellung. Morgens, wenn man noch nicht ganz wach ist, sich einen Platz auszusuchen: Das ist dann die erste Entscheidung des Tages. Aber man gewöhnt sich schnell daran. Und das Gebäude ist wirklich schick.